Tierärztliche Verhaltenstherapie und Verhaltensberatung für Katzen

Katze, die ständig miaut – auch hier kann eine Verhaltenstherapie sinnvoll sein

Eine Verhaltenstherapie für Katzen kann sinnvoll sein, wenn Ihre Katze unsauber wird, andere Katzen angreift, sich zunehmend zurückzieht oder plötzlich ein Verhalten zeigt, das Sie sich nicht erklären können.

Katzen zeigen Belastungen häufig weniger deutlich als Hunde. Manche ziehen sich zurück, schlafen mehr oder meiden einzelne Räume. Andere markieren, putzen sich auffällig häufig oder reagieren aggressiv. Als Tierärztin berücksichtige ich deshalb nicht nur das sichtbare Verhalten, sondern auch mögliche Schmerzen, Erkrankungen, Veränderungen im Lebensumfeld und die Beziehungen zwischen den Katzen im Haushalt.

Bei welchen Verhaltensproblemen von Katzen kann ich helfen?

Die folgende Übersicht nennt häufige Verhaltensprobleme bei Katzen. Viele Katzen zeigen mehrere Probleme gleichzeitig.

Setzt Ihre Katze Harn oder Kot außerhalb der Katzentoilette ab? Nutzt sie dafür beispielsweise Betten, Sofas, Teppiche oder frisch gewaschene beziehungsweise getragene Wäsche? Oder markiert Ihre Katze Türen, Fenster, Möbel, Elektrogeräte und andere Stellen mit kleinen Mengen Harn?

Unsauberkeit und Harnmarkieren bei Katzen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Neben Erkrankungen und Schmerzen kommen unter anderem ungeeignete Katzentoiletten, Konflikte mit anderen Katzen sowie belastende Veränderungen im Lebensumfeld infrage. Deshalb ist eine genaue Unterscheidung wichtig, denn die geeignete Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Ursache.

Knurrt, faucht, schlägt oder beißt Ihre Katze Familienmitglieder oder Besucher? Reagiert sie außerdem beim Streicheln, Hochheben, Bürsten oder bei tierärztlichen Maßnahmen plötzlich aggressiv?

Aggressives Verhalten gegenüber Menschen kann beispielsweise mit Schmerzen, Angst, Überforderung oder früheren Lernerfahrungen zusammenhängen. Daher berücksichtige ich sowohl die konkrete Situation als auch mögliche gesundheitliche Einflüsse und die bisherigen Erfahrungen Ihrer Katze. Auf dieser Grundlage entwickeln wir geeignete Maßnahmen für den Alltag.

Jagt, bedroht oder attackiert eine Katze die andere? Werden Wege, Futterplätze, Katzentoiletten oder Liegeplätze blockiert? Vielleicht versteckt sich eine Katze zunehmend oder betritt bestimmte Räume nur noch, wenn die andere Katze nicht anwesend ist.

Konflikte zwischen Katzen können plötzlich entstehen oder sich allmählich entwickeln – selbst wenn sich die Tiere zuvor gut verstanden haben. Auch Anstarren, Nachlaufen, Ausweichen, Rückzug und das Meiden wichtiger Ressourcen können auf sozialen Stress im Mehrkatzenhaushalt hinweisen. Deshalb betrachte ich nicht nur offene Auseinandersetzungen, sondern auch die weniger auffälligen Veränderungen im Zusammenleben.

Möchten Sie eine neue Katze aufnehmen und mit einer bereits vorhandenen Katze zusammenführen? Oder sollen sich zwei Katzen nach einer Trennung wieder aneinander gewöhnen?

Auch nach einem Tierarztbesuch, Klinikaufenthalt oder einer Veränderung des Geruchs kann es vorkommen, dass sich zuvor vertraute Katzen plötzlich anfauchen oder angreifen. Eine vorsichtige und schrittweise Zusammenführung verringert zusätzlichen Stress und hilft den Katzen dabei, wieder Sicherheit miteinander zu entwickeln. Ich unterstütze Sie deshalb bei der Planung und begleite die einzelnen Schritte der Zusammenführung beziehungsweise Wiederannäherung.

Hat Ihre Katze Angst vor Menschen, Besuchern, Geräuschen, der Transportbox, Autofahrten oder bestimmten Räumen? Versteckt sie sich häufig, erstarrt sie in belastenden Situationen oder reagiert sie mit Flucht beziehungsweise aggressiver Abwehr?

Angst und Unsicherheit bei Katzen können durch fehlende Erfahrungen, belastende Erlebnisse oder Veränderungen im Lebensumfeld entstehen. Allerdings können auch Schmerzen und Erkrankungen dazu führen, dass eine Katze plötzlich schreckhafter oder reizbarer wird. Deshalb betrachten wir sowohl mögliche gesundheitliche Ursachen als auch die auslösenden Situationen und entwickeln darauf abgestimmte Therapiemaßnahmen.

Putzt oder leckt sich Ihre Katze so häufig, dass kahle Stellen oder Hautveränderungen entstehen? Reißt sie sich Fell aus oder beißt sie wiederholt in dieselben Körperregionen?

Bei übermäßigem Putzen, Felllecken und Fellverlust müssen körperliche und verhaltensbedingte Ursachen berücksichtigt werden. Dazu gehören beispielsweise Juckreiz, Schmerzen, Allergien und andere Erkrankungen, aber auch Stress und anhaltende Belastungen. Mitunter bleibt das Verhalten zudem bestehen, obwohl der ursprüngliche Auslöser bereits weggefallen ist. Eine sorgfältige Abklärung ist daher die Grundlage für passende medizinische und verhaltenstherapeutische Maßnahmen.

Jagt Ihre Katze häufig ihren Schwanz, läuft sie wiederholt im Kreis oder miaut sie über längere Zeit monoton? Auch dauerhaftes Lecken, Saugen an Stoffen sowie das wiederholte Fixieren oder Anspringen bestimmter Reize können auffallen.

Solche wiederkehrenden Verhaltensweisen sollten sowohl medizinisch als auch verhaltensmedizinisch untersucht werden, insbesondere wenn sie häufiger auftreten, den Alltag beeinträchtigen oder sich nur schwer unterbrechen lassen. Je früher mögliche Auslöser und aufrechterhaltende Faktoren erkannt werden, desto gezielter kann die Verhaltenstherapie für Ihre Katze gestaltet werden.

Kommt Ihre Katze kaum zur Ruhe, läuft sie häufig umher, miaut viel oder fordert besonders nachts Aufmerksamkeit? Möglicherweise wirkt sie zudem schnell übererregt oder findet nach Spiel und Aufregung nur schwer wieder zur Ruhe.

Unruhe und nächtliche Aktivität können unterschiedliche Ursachen haben. Neben Alter, Gesundheitszustand und individuellen Eigenschaften spielen unter anderem Haltung, Tagesablauf, Beschäftigung, Herkunft und bisherige Lernerfahrungen eine Rolle. Deshalb wird zunächst geklärt, wodurch das Verhalten ausgelöst oder aufrechterhalten wird. Anschließend können Alltag, Beschäftigung und Ruhephasen gezielt angepasst werden.

Versteckt sich Ihre Katze plötzlich, spielt weniger, frisst schlechter oder wirkt ungewöhnlich ruhig? Solche Veränderungen können beispielsweise nach einem Umzug, dem Verlust eines Partnertieres, der Aufnahme einer weiteren Katze oder anderen belastenden Ereignissen auftreten.

Da Katzen Schmerzen und Erkrankungen häufig lange verbergen, sollten plötzlicher Rückzug und deutliche Verhaltensänderungen immer tierärztlich abgeklärt werden. Gleichzeitig ist es wichtig, Veränderungen im Lebensumfeld und mögliche soziale Belastungen zu berücksichtigen. Auf dieser Grundlage lässt sich beurteilen, welche Unterstützung Ihre Katze benötigt.

Kratzt Ihre Katze an Sofas, Teppichen, Türrahmen oder anderen Möbeln? Kratzen gehört zunächst zum normalen Verhalten einer Katze, denn es dient unter anderem der Krallenpflege, der Kommunikation und der Markierung.

Problematisch wird es vor allem dann, wenn geeignete Kratzmöglichkeiten fehlen, ungünstig platziert sind oder das Kratzen mit Stress und territorialer Unsicherheit zusammenhängt. Deshalb betrachten wir sowohl die bevorzugten Kratzstellen als auch die Haltung und das Lebensumfeld Ihrer Katze. Anschließend können passende Kratzangebote geschaffen und unerwünschte Stellen weniger attraktiv gestaltet werden.

Springt Ihre Katze Menschen oder andere Tiere aus dem Hinterhalt an, beißt sie in Hände oder Füße oder spielt sie sehr grob? Besonders bei jungen Katzen können fehlende Spielpartner, ungeeignete Beschäftigung oder früh erlernte Spielmuster daran beteiligt sein.

Für die passende Beratung muss zunächst unterschieden werden, ob es sich um normales Jagd- und Spielverhalten, Übererregung, Angst oder ein anderes Problem handelt. Danach können Beschäftigung, Spielabläufe und der Umgang mit unerwünschtem Beißen gezielt angepasst werden, sodass die Katze ihr Verhalten in geeigneter Weise ausleben kann.

Bleibt Ihre Katze ungewöhnlich lange weg, versucht sie ständig nach draußen zu gelangen oder kehrt sie nach Konflikten mit anderen Katzen nur zögerlich zurück? Auch territoriale Auseinandersetzungen, Veränderungen im Revier und belastende Situationen innerhalb des Hauses können das Verhalten von Freigängern beeinflussen.

Neben dem Verhalten müssen mögliche Erkrankungen sowie Sicherheitsrisiken berücksichtigt werden. Deshalb betrachten wir sowohl das häusliche Umfeld als auch die Situation im Revier und prüfen, welche Veränderungen den Freigang beziehungsweise die Rückkehr nach Hause sicherer und verlässlicher machen können.

Gerne unterstütze ich Sie bei diesen oder anderen Problemen.

Verhaltenstherapie für Katzen vor Ort und telefonisch

Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt vom Verhalten Ihrer Katze, möglichen gesundheitlichen Einflüssen, der Wohnsituation und gegebenenfalls den Beziehungen zwischen mehreren Katzen ab. Je nach Fragestellung kann die Verhaltenstherapie im Rahmen eines Hausbesuchs oder einer telefonischen Beratung stattfinden.

Hausbesuche biete ich im Raum Freising, Erding, München sowie im Münchner Norden und Osten an. Telefonische Beratungen sind deutschlandweit möglich.

Wie Sie sich auf den Termin vorbereiten können und welche Unterlagen benötigt werden, erfahren Sie im Ablauf der Tierverhaltenstherapie. Die Fragebögen für Katzen und Mehrkatzenhaushalte finden Sie im Downloadbereich. Hinweise zur Abrechnung gemäß GOT finden Sie unter Kosten der Beratung.

Verhaltenstherapie für Ihre Katze anfragen

Schreiben Sie mir eine kurze E-Mail und schildern Sie, welches Verhalten Ihrer Katze Ihnen Sorgen bereitet. Leben mehrere Katzen im Haushalt, nennen Sie bitte auch deren Anzahl und beschreiben Sie kurz, zwischen welchen Tieren Probleme auftreten.

Ich melde mich anschließend bei Ihnen und bespreche mit Ihnen, ob und in welcher Form ich Sie unterstützen kann.