Tierärztliche Verhaltenstherapie für Hunde
Eine Verhaltenstherapie für Hunde kann sinnvoll sein, wenn Angst, Aggressionsverhalten, starke Unruhe oder Schwierigkeiten beim Alleinbleiben den Alltag belasten. Nicht nur Hunde aus dem Tierschutz leiden aufgrund ihrer schlechten oder fehlenden Erfahrungen aus der Vergangenheit manchmal unter Verhaltensproblemen. Auch Hunde von Züchtern, Sporthunde oder Arbeitshunde können betroffen sein. Vielleicht hat sich das Verhalten Ihres Hundes plötzlich verändert oder ein schon länger bestehendes Problem zunehmend verstärkt.
In der tierärztlichen Verhaltenstherapie für Hunde geht es darum, genau zu verstehen, warum Ihr Hund so reagiert. Es ist wichtig zu erkennen, welche Faktoren dazu beitragen, dass das Problem bestehen bleibt. Auf dieser Grundlage lässt sich ein Therapieplan entwickeln, der zu Ihrem Hund und zu Ihrem Alltag passt.
Bei welchen Verhaltensproblemen von Hunden kann ich helfen?
Eine verhaltenstherapeutische Beratung für Hunde kann unter anderem sinnvoll sein, wenn Ihr Hund:
- nicht allein bleiben kann
- bellt, jault oder Dinge zerstört
- Angst vor Menschen, anderen Hunden, Geräuschen, Gewitter oder bestimmten Situationen hat
- an der Leine stark auf andere Hunde oder Menschen reagiert
- knurrt, schnappt oder bereits gebissen hat
- Besucher nicht ins Haus lassen möchte
- kaum zur Ruhe kommt oder schnell übererregt ist
- Ihnen im Haus / in der Wohnung wie ein Schatten überallhin folgt
- unerwünschtes Jagdverhalten zeigt
- sich übermäßig leckt, benagt oder seinen Schwanz jagt
- Probleme mit der Stubenreinheit hat, wenn er unsauber wird oder vermehrt markiert
- sich nach einem Umzug, Besitzerwechsel oder anderen Veränderungen auffällig verhält
- im Alter zunehmend unruhig, ängstlich, reizbar oder desorientiert wirkt
- Sie in der Pubertät plötzlich vor große Herausforderungen stellt
Diese Beispiele sind nur ein Auszug. Bei allen verhaltensbezogenen Problemen rund um Ihren Hund können Sie sich an mich wenden – unabhängig davon, ob es sich um eine Verhaltensstörung, ein belastendes Problemverhalten oder eine Frage zu Erziehung und Training handelt. or der Terminvereinbarung gebe ich Ihnen eine erste Einschätzung, ob und in welcher Form ich Sie bei Ihrem Anliegen unterstützen kann.
Wenn Training allein nicht ausreicht
Nicht jedes problematische Verhalten eines Hundes ist automatisch eine Verhaltensstörung. Auch normales Hundeverhalten kann im Alltag zu erheblichen Schwierigkeiten führen. Vielleicht ist das Zusammenleben mit Ihrem Hund zuhause am Land wunderbar, aber wenn Sie ihn z.B. in die Stadt ins Büro mitnehmen müssen, tauchen Probleme auf? Solche Situationen sind nicht ungewöhnlich. Auch Änderungen der Lebensumstände wie z.B. eine Trennung, der Auszug der Kinder, eine Geburt, die Aufnahme eines Zweithundes oder auch der Verlust eines anderen Hundes können das Leben eines Hundes so verändern, dass Verhaltensprobleme oder Verhaltensstörungen bei Hunden entstehen.
Auch mangelnde oder falsche Erziehung können Problemverhalten von Hunden auslösen, ebenso wie medizinische Erkrankungen.
Deshalb berücksichtige ich nicht nur, was Ihr Hund tut. Ebenso wichtig ist:
- in welchen Situationen das Verhalten auftritt
- wodurch es ausgelöst wird
- wie es sich entwickelt hat
- welche Emotionen eine Rolle spielen können
- welche körperlichen oder gesundheitlichen Einflüsse denkbar sind
- welche Maßnahmen bereits versucht wurden
- wodurch das Verhalten möglicherweise aufrechterhalten wird
Vielleicht haben Sie bereits trainiert, waren bei vielen Hundetrainern, haben Ratschläge von Freunden berücksichtigt. Wenn das Problem trotzdem bestehen bleibt, fehlt häufig nicht einfach die nächste Übung. Dann ist es sinnvoll, die bisherigen Beobachtungen und Maßnahmen neu zu ordnen und mögliche Zusammenhänge genauer zu betrachten.
Ein passender Therapieplan für Ihren Hund
Die tierärztliche Verhaltenstherapie für Hunde folgt keinem festen Schema. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt vom Verhalten, den möglichen Ursachen, den Lebensumständen und den individuellen Möglichkeiten der Halter ab. Je nach Ursache und Ausprägung können unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll sein. Dazu gehören beispielsweise Veränderungen im Alltag, Stressreduktion, ein angepasstes Management, verhaltenstherapeutisches Training oder die medizinische Behandlung von Grunderkrankungen.
Auch eine medikamentöse Therapie mit Psychopharmaka kann unterstützend bei manchen Verhaltensstörungen von Hunden wichtig sein. Sie ersetzt keine verhaltenstherapeutischen Maßnahmen. Je nach Erkrankung und Entwicklung kann sie vorübergehend oder auch längerfristig sinnvoll sein. Geeignete Medikamente können Hunden auch übergangsweise während der ersten Phase der Therapie manchmal helfen, wieder besser mit ihrer Umwelt umzugehen und so überhaupt erst in die Lage zu kommen, etwas Neues zu lernen.
Die praktische Umsetzung erfolgt immer gemeinsam mit Ihnen. Je nach Fall kann die Zusammenarbeit auch mit einer Hundetrainerin oder einem Hundetrainer sowie in Abstimmung mit Ihrer Haustierarztpraxis erfolgen.
Verhaltenstherapie für Hunde: Freising, Erding, Raum München und deutschlandweit telefonisch
Hausbesuche biete ich im Raum Freising, Erding sowie im ganzen nördlichen Münchner Umland an. Mein Einzugsgebiet umfasst unter anderem auch Landshut, Moosburg, Dachau, Pfaffenhofen und angrenzende Regionen.
Sehr viele verhaltenstherapeutische Fragestellungen können auch in einer ausführlichen telefonischen Beratung bearbeitet werden. Vorhandene Befunde, Videos und genaue Beschreibungen des Verhaltens werden dabei einbezogen. Telefonische Beratungen sind deutschlandweit möglich.
Weitere Informationen finden Sie unter [Ablauf der Verhaltenstherapie] und Kosten der Beratung.
Termin für eine Verhaltenstherapie anfragen
Schildern Sie mir bitte kurz, welches Verhalten Ihres Hundes Ihnen Sorgen bereitet. Hilfreich sind außerdem Angaben zu Alter, Rasse oder Herkunft, Wohnort und bereits erfolgten Untersuchungen oder Trainingsmaßnahmen.
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