Hund bellt
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Warum Hunde bellen

Warum Hunde bellen und was Sie dagegen machen können

Hunde kommunizieren nicht nur über Körpersprache, sondern auch über verschiedene Laute wie z.B. Bellen. Studien haben gezeigt, dass die Rasse stark beeinflusst, ob und wie viel Hunde bellen. So beherrschen Bullterrier mehr Bell-Laute als andere Hunde. Der Spitz bellt besonders aus territorialen Gründen und Treibhunde bellen häufiger als andere Hütehunde. Neben genetischen Gründen spielen Emotionen die wichtigste Rolle für den Hund zu bellen.

Die 10 häufigsten Auslöser für Bellen

  1. Schmerzen und Unwohlsein
  2. Freude und Erregung
  3. Begrüßung von Artgenossen und Besitzer
  4. Im Spiel und zur Spielaufforderung
  5. Verteidigung des Territoriums
  6. Ausdruck von Aggression
  7. Anzeichen von Angst (z.B. Trennungsangst, Angst vor Artgenossen oder Menschen)
  8. Frustration und Langweile
  9. Forderung von Aufmerksamkeit
  10. Stress und Überforderung

Hunde bellen, weil es sich lohnt

Manche Hunde bellen übermäßig viel. Für gesteigertes Bellen spielen Lernerfahrungen eine wichtige Rolle. Erhält der bellende Hund vom Besitzer Aufmerksamkeit durch beruhigendes Zureden oder Streicheln, fühlt sich der Hund in seinem Verhalten bestärkt, denn sein Bellen hat sich gelohnt. Aber auch Schimpfen kann Bellen beim Hund fördern. Schnell kommt es zur Stimmungsübertragung, einer typischen Dynamik in einem Hunderudel. Der Hund denkt, er habe tatsächlich allen Grund zu bellen – denn der Besitzer macht ja genau das gleiche.

Was tun, wenn der Hund bellt?

Wenn der Hund bellt ist es immer besser, dem Hund zu sagen, was er tun soll, als ihm zu sagen, was er nicht tun soll. Statt dem Hund das Bellen zu verbieten, was ohnehin meist erfolglos ist, geben Sie dem Hund ein Kommando für ein alternatives Verhalten. Schicken Sie ihn z.B. auf seine Decke oder in ein anderes Zimmer und belohnen Sie den Hund dort für sein kooperatives Verhalten. Oder fordern Sie den Hund auf, sein Spielzeug zu bringen, denn der Hund kann nicht gleichzeitig bellen und ein Spielzeug halten.

Der Hund soll das Bellen nicht üben

Situationen, in denen der Hund z.B. aus Angst, Aggression oder Erregung bellt, sollten nicht provoziert werden. Meist führt dies nicht zur Gewöhnung, sondern das Gegenteil ist der Fall. Je häufiger Ihr Hund in einer Situation bellt, umso mehr übt er das Verhalten. Es festigt sich von Mal zu Mal und die negativen Emotionen verstärken sich sogar!

Letzte Rettung

Ist das Bellen des Hundes sehr ausgeprägt, hilft meist nur eine gezielte Verhaltenstherapie. Hier lernen Hund und Besitzer, wie sie mit dem unerwünschten Bellen umgehen, so dass es schrittweise abgebaut wird.

Haben Sie Fragen oder benötigen Sie Hilfe?

Bellt Ihr Hund viel und möchten Sie Ihrem Hund das Bellen gerne abgewöhnen? Wenn Sie Rat suchen, helfe ich Ihnen als Tierärztin für Tierverhaltenstherapie gerne. Die telefonische Tierpsychologie Beratungen biete ich deutschlandweit an. Hausbesuche zu einer Tierverhaltenstherapie sind im Raum München im Rahmen meiner Tierarztpraxis möglich. Auch bei allgemeinen Auskünften zu Verhalten und Erziehung von Hunden oder Katzen sowie zur Tierernährung berate ich Sie gerne telefonisch. Kontaktieren Sie mich am besten per E-Mail. Ich werde mich umgehend bei Ihnen melden. Auf der Webseite meiner Tierarztpraxis können Sie sich vorab über mich und den Ablauf einer Tierverhaltenstherapie informieren.

Literaturempfehlungen
RUGAAS, T. (2007): Das Bellverhalten der Hunde*

Autorin: Matina Raisch, Tierärztin, Zusatzbezeichnung Tierverhaltenstherapie
Bild von dahancoo auf Pixabay
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